PAINTINGS 2019-2020

(DE) CONSTRUCTION OF HISTORY (texte bellow)

Untitled. 200/200 cm, Acrylic paint on foil. 2020
Untitled, 100/100 cm mixed techniques on canvas, 2020
Untitled, 100/100 cm, oil paint on glass, 2020
Untitled, 100/100 cm, mixed techniques on canvas, 2020
Untitled, 100/100 cm, ins and charcoal on canvas, 2020
Untitled 100/100 cm, oil paint and ink on canvas, 2020
Untitled. 100/100cm, mixed techniques on canvas, 2019
Untitled. 1/4, 100/100cm, mixed techniques 2019
Untitled. 2/4, 100/100cm, mixed techniques 2019
Untitled. 3/4, 100/100cm, mixed techniques 2019
Untitled. 4/4, 100/100cm, mixed techniques 2019
“Fotze” (detail) 260/220 cm, dyeing ink, oil paint and wax on cotton canvas, 2020
Untitled. 30/50cm acrylic paint on canvas, 2020
“Crazy birds” mixed techniques on objets trouvés. 2020
“Machine woman” oil paint on glass. 2020- In progress.

“Se tromper énormémént” 2/4. 50/50 cm. Acrylic paint on mirror. 2020
“Se tromper énormémént” 3/4. 50/50 cm. Acrylic paint on mirror. 2020

„(De)Konstruktion von Geschichte”

„Any architectural deconstructivism requires the existence of a particular archetypal construction, a strongly-established conventional expectation to play flexibly against.“

Jacques Derrida (1976). Grammatologie

Das Zeichnen von Maschinen in einem technischen Museum ist nicht nur ein Versuch, ihre Funktionsweise und ihren Zweck zu verstehen. Zeichnen ist nicht nur die zweidimensionale Darstellung von Gegenständen. Es ist vor allem das Isolieren jener Teile der Geschichte und deren Lösen aus dem Kontext, die sie als puren Mechanismus absurd erscheinen lassen. Die Tatsache, dass sie während ihrer Zerlegung und Umwandlung mit meinem Unterbewusstsein verbunden sind, widersetzt sich den etablierten Codes. Das Sammeln von Maschinen und das Kombinieren von Maschinenteilen sind Möglichkeiten, die Gesetze der Physik wieder in Frage zu stellen . Ich eigne mir erneut die empirischen Mechanismen und konkreten Ideen an, die in unserer Geschichte dazu führten, über den Tellerrand von Physik und den momentanen Bedürfnissen hinauszuschauen.

Sobald ich das Gefühl habe, genug Geschichten von unserer Historie aus dem Museum aufgesogen zu haben, gehe ich zurück ins Atelier und übersetze einige Teile der Mechanismen in Kunst. Dabei zoome ich das, was zu „einem Stück“ wird, und zeichne es noch einmal in einem größeren Maßstab. Die Umwandlung beginnt nach der Zerlegung in Teile, wenn ich die Fragmente wieder zusammensetze.  Diese Werkzeuge tragen zur Vervollständigung der von meiner inneren Maschine hergestellten Prototypen bei. Das ist „Bricolage“, wie es der Ethnologe Claude Lévi-Strauss in „Das Wilde Denken“ beschrieb. Bricolage während des Zeichnens und Malens. Meine unterlage ist eine Rolle Papier, die ich während der Bearbeitung abrolle. Ein weiteres Hilfsmittel bildet eine Leinwand, auf der die Mechanismen in abstrakte Malerei übersetzt werden. Ich beginne eine „Zoom“-Serie, die auf mein Lieblingsglas (strukturiertes Weißglas) gemalt wird. Das Umdrehen und der Blick durch das Glas lassen eine neue Schnittstelle entstehen und erinnern an den mechanischen, flüchtigen Blick unserer Zeit. Ich zerstöre das Bild der ursprünglichen Maschine, zerlege es in Einzelteile, setze diese neu zusammen und erschaffe damit eine neue Einheit, ein Kunstwerk. Mittels der Ausstellung dieser Kunstwerke in einem Museum erschaffe ich ein neues Wandgemälde abstrakter Einzelteile der westlichen Geschichte.

Eine neue abstrakte Geschichte.

Das Deutsche Museum ist das größte technische Museum der Welt, dessen Maschinen viele Besucher in ihren Bann ziehen. Da wir kürzer arbeiten, haben wir Frei-Zeit, Zeit für Kultur und Zeit für uns … Beim Zeichnen dieser Maschinen hole ich diese an ihren Entstehungsort zurück (Konstruktion), indem ich ihre Funktion zerstöre, gebe ich ihnen einen neuen Wert. In meiner künstlerischen Auseinandersetzung erscheinen die Maschinen, die in unser aller Leben als Hilfs- oder Kontrollmittel zum Alltag dazugehören, als nutzlos und manchmal absurd. Künstler leisten einen bedeutenden Betrag in einer technophilen Gesellschaft. Sie erinnern uns durch ihre gesellschaftliche Teilhabe, Rolle und eine gewisse Unabhängigkeit daran, dass der Körper und die Seele des Menschen die am höchsten entwickelte Maschine bleiben und dass wir es nicht zulassen dürfen, dass ein (inneres oder äußeres) System den Menschen unterwirft. Es sind noch einige Menschen hinter den Maschinen … Menschen, die wissen, wie Maschinen für Kontrollzwecke genutzt werden können. Ich befreie mich von der Kontrolle, zumindest solange ich die Maschinen zeichne. Gleichzeitig ermöglicht mein Werk eine Mehrfachlesung unserer westlichen Geschichte sowie einen Einblick in unsere interne menschliche Datenbank.

„Phantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Phantasie aber umfasst die ganze Welt.“ (Albert Einstein)


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